144 Soldaten durch Gefangenenaustausch befreit


Die ehemalige Sowjetrepublik ist einer der schärfsten Kritiker Russlands in der EU. “Sanktionen müssen durchgesetzt werden. Keine Entscheidung sollte die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit der EU-Sanktionspolitik untergraben”, sagte eine Sprecherin des litauischen Außenministeriums. Einem der Insider zufolge wird allerdings von den Befürwortern eines Kompromisses eine militärische Eskalation auf EU-Boden befürchtet. Die Regierung in Moskau könnte Gewalt anwenden, um einen Landkorridor zu schaffen. Kaliningrad sei “heilig” für Russland.Litauen verbietet seit dem 17. Juni unter Verweis auf EU-Sanktionen wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine den Transitverkehr von Gütern wie Baumaterialien, Metalle und Kohle in die Exklave. Von dem Verbot betroffen ist auch die einzige Zugstrecke zwischen Russland und Kaliningrad. Eine direkte Landverbindung zwischen dem früheren ostpreußischen Königsberg und Russland gibt es nicht. Die Luft- und Seewege sind von den Sanktionen nicht betroffen.

Prorussische Separatisten bestätigen Gefangenenaustausch mit Ukraine

18.08 Uhr: Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine haben ihrerseits den Austausch von je 144 Gefangenen bekanntgegeben. Die entsprechende Zahl von Kämpfern der Volksrepublik Donezk und Russlands kehrten nun nach Hause zurück, erklärt der Leiter der selbsternannten Republik, Denis Puschilin, auf Telegram.Es seien im Gegenzug 144 gefangengenommene Ukrainer an die Regierung in Kiew überstellt worden. Damit bestätigen sie eine Meldung aus Kiew. Die meisten der Ukrainer davon seien verwundet, hieß es von prorussischer Seite.

Syrien erkennt Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten an

17.22 Uhr: Russlands enger Verbündeter Syrien hat die beiden ostukrainischen Separatistengebiete Luhansk und Donezk offiziell als unabhängige Staaten anerkannt. Das meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf das Außenministerium in Damaskus. Es sollten mit beiden “Ländern” Gespräche geführt werden, um diplomatische Beziehungen aufzunehmen.Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die beiden Separatistengebiete kurz vor dem Überfall auf die Ukraine Ende Februar unter großem internationalen Protest als unabhängige “Volksrepubliken” anerkannt. Nach offizieller Lesart des Kremls sollen sie von ukrainischen Nationalisten “befreit” werden. Beobachter sehen darin einen Vorwand für den Angriffskrieg gegen die Ukraine.Syrien ist nach Russland das erste Land, das die Separatistengebiete als Staaten anerkennt. Moskau ist im syrischen Bürgerkrieg neben dem Iran der engste Verbündete der Führung in Damaskus. Nicht zuletzt dank des russischen Militäreinsatzes kontrollieren die Anhänger von Machthaber Baschar al-Assad wieder rund zwei Drittel des Landes.

Ukraine: 144 Soldaten durch Gefangenenaustausch befreit

16.50 Uhr: Bei dem bislang größten Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine sind nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums 144 ukrainische Soldaten befreit worden. Darunter seien 95 Kämpfer aus dem Asow-Stahlwerk in Mariupol, erklärte die Geheimdienstabteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Angaben zu Ort und Zeitpunkt des Austauschs wurden zunächst nicht gemacht.Soldaten aus dem Stahlwerk in Mariupol ergeben sich (Archivbild): Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video von den ausgemergelten Soldaten. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)

Leave a Comment