Newsblog zum Ukraine-Krieg | Berichte: Russische Soldaten bei Cherson eingekesselt

Britischer Experte: Russland könnte sich bald aus Cherson zurückziehen

3 Uhr: Der britische Militärexperte Dr. Mike Martin vom King’s College London sieht die Möglichkeit, dass russische Truppen möglicherweise nicht mehr lange in der Lage sein werden, die strategisch wichtige Stadt Cherson zu verteidigen – und möglicherweise gezwungen sind, sich innerhalb der nächsten Woche zurückzuziehen. Das berichtet der britische Sender Sky News.Aufgrund seines Zugangs zur Krim und seiner Lage nördlich und westlich des Flusses Dnipro ist Cherson für die russischen Truppen operativ wichtig. Die Ukraine hatte am Freitagabend berichtet, dass ihre Armee in der Region russische Soldaten umzingelt habe.

Baerbock sucht bei Scheitern des Panzer-Ringtauschs nach Alternativen

1 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) schließt ein Scheitern des mit Polen vereinbarten Panzer-Ringtauschs für die Ukraine nicht aus und will in diesem Fall nach Alternativen suchen. “Wenn dieser Weg nicht richtig war, dann müssen wir das reflektieren und schauen, wie wir anderweitig aktiv werden können”, sagte Baerbock am Freitagabend zu “Bild”. In Kriegssituationen wisse man eben nicht immer gleich, was der perfekte Weg sei.Bei dem Ringtausch-Verfahren sollen östliche Verbündete der Ukraine leicht bedienbare Panzer sowjetischer Bauart zu Verfügung stellen. Deutschland sagte den Nato-Partnern im Gegenzug modernes Gerät als Ersatz zu. Polens Präsident Andrzej Duda hat Berlin allerdings wiederholt vorgeworfen, Zusagen nicht einzuhalten.Annalena Baerbock bei ihrer Deutschlandreise (Archivbild): Die Außenministerin schließt ein Scheitern des Panzerringtausches mit Polen nicht aus. (Quelle: Daniel Vogl/dpa-bilder)

Litauen erlaubt wieder Schienentransport nach Kaliningrad

0.20 Uhr: Litauen hat das Transportverbot von sanktionierten Gütern in und aus dem russischen Kaliningrad per Schienenverkehr aufgehoben. “Es ist möglich, dass heute einige Güter transportiert werden”, sagte Mantas Dubauskas, Sprecher der staatlichen Eisenbahngesellschaft, der russische Nachrichtenagentur RIA am Freitag. Die staatseigene russische Nachrichtenagentur Tass zitierte einen Beamten der Kaliningrader Regierung, dass bald 60 Waggons Zement in die Exklave verschifft werden würden.Die Europäische Union hatte letzte Woche erklärt, das Transitverbot betreffe nur den Straßen-, nicht aber den Schienenverkehr. Daher solle der baltische Staat Litauen Russland erlauben, Beton, Holz und Alkohol über EU-Gebiet in die Exklave zu transportieren.

Selenskyj zufrieden mit Getreidedeal

23.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zufrieden mit der Lösung für die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus seinem Land gezeigt. Die einzelnen Punkte des am Freitag in Istanbul unterzeichneten Dokuments entsprächen “voll und ganz den Interessen der Ukraine”, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Samstag. “Jetzt können wir nicht nur die Arbeit unserer Häfen am Schwarzen Meer wiederaufnehmen, sondern auch den erforderlichen Schutz für sie aufrechterhalten.”Selenskyj sagte zudem, die Ukraine könne nun insgesamt 20 Millionen Tonnen Getreide aus der Ernte des Vorjahres exportieren. Es seien Vorräte im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar eingelagert.

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