+ Ukraine-Krieg im Newsblog + Russische Truppen Sjewjerodonezk erobert

Putin: Russland liefert atomwaffenfähige Raketen an Belarus

Russland will Nachbarland Belarus mit Iskander-M-Raketensystemen ausstatten. Diese können atomar bestückt werden. Hier lesen Sie mehr.Putin und Lukaschenko: Das Treffen fand in Sankt Petersburg statt. (Quelle: Sputnik/Mikhail Metzel/Kremlin/Reuters-bilder)

Ukraine: “Der Feind hat sich in Sjewjerodonezk festgesetzt”

19.10 Uhr: Das ukrainische Militär hat den Rückzug aus der zuletzt umkämpften Stadt Sjewjerodonezk im Osten des Landes bestätigt. “Nach dem Rückzug von Einheiten unserer Truppen hat sich der Feind in Sjewjerodonezk festgesetzt”, teilte der Generalstab am Samstagabend in Kiew mit. Dies sei auch in zwei Vororten der Fall sowie in Syrotyne, einem Dorf westlich von Metjolkine.

Russischer Beschuss soll Atomforschungsanlage beschädigt haben

18.49 Uhr: Ein russischer Beschuss hat nach Behördenangaben eine Nuklearforschungsanlage in der ukrainischen Stadt Charkiw beschädigt. Bei dem Angriff hätten einige Gebäude sowie die Infrastruktur der Anlage Schaden erlitten, teilt die staatliche Nuklearaufsichtsbehörde der Ukraine mit. Der Bereich, in dem Kernbrennstoff untergebracht sei, sei davon nicht betroffen. Die Strahlenwerte bewegten sich auf einem normalen Niveau.Die Wahrscheinlichkeit eines neuen Schadens, der die Sicherheit direkt beeinträchtigen könne, bleibe aufgrund des Beschusses durch russische Truppen allerdings groß. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Bürgermeister: Sjewjerodonezk vollständig eingenommen

17.08 Uhr: Die Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine ist nach Angaben ihres ukrainischen Bürgermeisters Olexander Strjuk vollständig von russischen Truppen besetzt. “Sie versuchen, ihre eigene Ordnung herzustellen. Soweit ich weiß, haben sie eine Art Kommandanten ernannt”, sagt Strjuk im ukrainischen Fernsehen. Wo Strjuk sich aufhält, wurde nicht genannt. Die Stadt sei von den russischen Streitkräften “vollständig besetzt”.Anwohnerin in Sjewjerodonezk: Die Stadt soll vollständig in russischer Hand sein. (Quelle: Alexander Reka/TASS/imago-images-bilder)Regierungstreue Truppen hätten sich zu großen Teilen aus der schwer umkämpften Stadt zurückgezogen. Sie hätten andere Stellungen bezogen, sagte Strjuk. Zahlen und Details nannte er nicht. Die Truppen hätten die Chemiefabrik “Azot” verlassen. Dort hielten sich demnach noch Zivilisten auf.Die ukrainische Armee hatte am Freitag ihren Rückzug aus der Stadt angeordnet. Das sollte einige Tage in Anspruch nehmen. Sjewjerodonezk zählte bislang zu den letzten Teilen von Luhansk, die noch nicht von russischen und prorussischen Kämpfern erobert waren.

Russland: 800 ukrainische Soldaten an einem Tag getötet

16.18 Uhr: In der erbitterten Schlacht um den Osten der Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet – darunter 80 freiwillige Kämpfer aus Polen. Die “Söldner” seien durch einen Raketenangriff auf ein Zinkwerk in der Stadt Kostjantyniwka liquidiert worden, erklärte am Samstag das Verteidigungsministerium in Moskau. Ein Raketenangriff auf Mykolajiw im Süden habe etwa 300 Soldaten getötet. Auch die Regierung in Kiew berichtete von heftigem Beschuss in vielen Gebieten. Die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj verglich die russischen Truppen mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und warf ihnen Sexualverbrechen vor.

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